Am 17. September 2026 findet der 34. Tag der Politischen Bildung statt! Auch in diesem Jahr dürfen wir dafür wieder Räumlichkeiten der Leibniz Universität Hannover nutzen. Passend zur aktuellen Ausgabe unserer Zeitschrift Politik Unterrichten trägt die diesjährige Veranstaltung den Titel: KI und Social Media: Digitale Herausforderungen für die Politische Bildung.
Soziale Medien spielen im Leben vieler Menschen eine größere Rolle denn je. Ihr Einfluss auf die politische Welt ist unbestritten. Plattformen wie TikTok, Instagram oder X (Twitter) sind für viele Menschen längst zu wichtigen Informationsquellen geworden. Dabei stellen Soziale Medien nicht nur Kommunikationsräume dar, sondern strukturieren gesellschaftliche Aufmerksamkeit, selektieren und priorisieren die Sichtbarkeit von Inhalten und beeinflussen Meinungsbildung. Vor dem Hintergrund von undurchsichtigen Empfehlungsalgorithmen sowie Desinformation und verstörenden oder demokratiefeindlichen Inhalten, die sich über Social Media immer wieder mit teils enormer Geschwindigkeit verbreiten, stehen diese jedoch zunehmend in der Kritik. Dazu kommen Diskussionen über algorithmische Biases, Radikalisierung und den Schutz Minderjähriger. Nicht zuletzt vermeintlich oder tatsächlich süchtig machende Mechanismen innerhalb einzelner Plattformen lassen immer wieder Forderungen nach Verboten für Kinder und Jugendliche laut werden.
Beschleunigt werden diese Entwicklungen durch die rasante Verbreitung sogenannter Künstlicher Intelligenz (KI), mit deren Hilfe sich Texte, Bilder und viele andere Inhalte vermeintlich mühelos erstellen lassen. KI wird nachgesagt, sie sei disruptiv und werde nicht nur die digitale, sondern auch die Arbeitswelt, das Lernen und die Welt überhaupt grundlegend umwälzen. Dabei bleibt allerdings meist reichlich unbestimmt, was genau mit KI gemeint ist – ist die Verbreitung des Begriffs „Künstliche Intelligenz“ doch nicht zuletzt auch eine klug gewählte Marketingstrategie. Sicher ist, dass die Entwicklung und die derzeitige Nutzung von Systemen Künstlicher Intelligenz mit immensen Auswirkungen auf Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur einhergehen. Noch nicht entschieden scheint, in welche Richtung die damit verbundenen Entwicklungen gehen. Dabei werfen nicht nur die Umstände und Folgen einer zunehmenden Nutzung von KI in diversen Kontexten, sondern auch die Ideologien und Geschäftsmodelle der Unternehmen hinter Social Media und KI, der enorme Ressourcenbedarf sowie die dadurch (re-)produzierten Machtverhältnisse zunehmend kritische Fragen auf.
Auf dem Tag der Politischen Bildung 2026 wollen wir uns damit auseinandersetzen, wie die Politische Bildung auf diese dynamischen Entwicklungen in der digitalen Welt reagieren kann. Wie verändert sich das politische Geschehen durch den Einfluss von Social Media und KI? Welche ethischen, sozialen und rechtlichen Aspekte sind dabei für die Politische Bildung relevant? Und welche (neuen) Kompetenzen benötigen Menschen, um sich in der sich rasch wandelnden digitalen Welt zurecht zu finden?
Spannende Keynotes von Prof. Dr. Inken Heldt (Univerität Passau) und Ingo Dachwitz (netzpolitik.org) rahmen den Tag der Politischen Bildung in diesen Jahr. Außerdem wird es insgesamt sechs praxisrelevante Workshops geben, von denen in zwei Phasen zwei unterschiedliche Workshops besucht werden können. Das vollständige Programm findet sich unten auf dieser Seite.

Guter Umgang auf der Tagung
Unser Ziel ist, dass sich alle Anwesenden wohlfühlen können. Daher bitten wir alle Teilnehmenden, sensibel zu sein und aufeinander zu achten. Formen von Diskriminierung wie unter anderem Rassismus, Sexismus, Ableismus, Antisemitismus oder Homo- und Transfeindlichkeit werden auf dem Fachtag nicht toleriert.
Die Veranstaltenden behalten sich vor, Teilnehmende von der Veranstaltung auszuschließen, wenn diese durch ihr Verhalten – zum Beispiel durch rechtsextreme, rechtspopulistische, rassistische oder antisemitische Äußerungen – die Tagung grob oder wiederholt
stören.
Wir freuen uns auf die Veranstaltung und den Austausch mit Ihnen und euch!
Anmeldung
Anmeldung für außerschulische Bildner*innen über Eveeno: https://eveeno.com/lpb-tdpb2026
Anmeldung für Lehrkräfte über das Niedersächsische LernCenter: https://nlc.info/app/edb/event/55554
Die Veranstaltung wird von der DVPB Niedersachsen in Kooperation mit der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover organisiert.
Sie wird gefördert durch Mittel des Niedersächsischen Kultusministeriums.
Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben.
Das gesamte Programm des Fachtags als pdf: